Weiße Supplementdosen und Stickpacks mit hellen Hartkapseln in einer Glasschale – Verpackungsvisualisierung für Probiotika.

BEGRIFFE EINFACH ERKLÄRT

Probiotika, Präbiotika, Synbiotika, Postbiotika: Welche Idee steckt dahinter?

Vier ähnliche Namen. Vier unterschiedliche Konzepte. Lebende Mikroorganismen stellen andere Anforderungen an eine Rezeptur als ein präbiotisches Substrat oder eine definierte postbiotische Zubereitung.

Hier bekommst du die Begriffe verständlich erklärt – und die passenden Fragen für den nächsten Schritt deiner Produktentwicklung.

Pro

lebende Mikroorganismen im Mittelpunkt

Prä & Syn

Substrate einzeln oder sinnvoll kombiniert

Post

definierte inaktivierte Zubereitungen

VIER KONZEPTE

Die Unterschiede auf einen Blick

Ähnliche Namen, aber andere wissenschaftliche Kerne und andere Ausgangsfragen für deine Produktentwicklung.

Begriff Wissenschaftlicher KernAusgangsfrage für dein Produkt
ProbiotikaLebende Mikroorganismen mit gesundheitlichem Nutzen bei ausreichender ZufuhrWelche identifizierten Kulturen und welche Menge sind vorgesehen?
PräbiotikaSubstrate, die von Mikroorganismen des Wirts selektiv genutzt werden und dadurch einen gesundheitlichen Nutzen vermittelnWelcher konkrete Rohstoff erfüllt diese Anforderungen?
SynbiotikaKombination aus lebenden Mikroorganismen und selektiv genutzten Substraten mit gesundheitlichem NutzenWie ist die Kombination begründet und untersucht?
PostbiotikaZubereitungen aus nicht lebenden Mikroorganismen und/oder ihren Bestandteilen mit gesundheitlichem NutzenWelche definierte Zubereitung und welche Nachweise liegen vor?

Die Tabelle fasst die wissenschaftlichen Konsensdefinitionen zusammen. Sie beschreibt keine pauschale Wirkung eines konkreten Schneider-Solutions-Produkts. ISAPP: Die Definitionen im Vergleich

LEBENDE KULTUREN

Was sind Probiotika? Die Kulturen müssen zum Konzept passen.

Bei Probiotika stehen lebende Mikroorganismen im Mittelpunkt. Für die wissenschaftliche Einordnung müssen neben einer geeigneten Menge auch die erforderlichen Belege zum gesundheitlichen Nutzen vorliegen. Ein Produkt wird daher nicht allein durch einen Bakteriennamen oder eine hohe Zahl auf dem Etikett zum wissenschaftlich begründeten Probiotikum.

Wenn du ein Produkt entwickeln möchtest, beginnen wir bei der konkreten Stammauswahl, der vorgesehenen Portion und der gewünschten Ausführung. Du hast bereits Unterlagen? Dann beziehen wir diese in die Projektprüfung ein.

ISAPP: Kriterien für Probiotika

  • VERTIEFEN

    Stämme und Bezeichnungen sicher verstehen

    Warum Gattung, Art und Stammkennung gemeinsam betrachtet werden sollten.

    Zum Probiotika-Stämme-Wiki
  • QUALITÄT

    KBE, Portion und Haltbarkeit einordnen

    Eine große Zahl allein macht noch keine belastbare Produktbewertung.

    Zum Qualitätsratgeber

SELEKTIV GENUTZTE SUBSTRATE

Was sind Präbiotika? Nicht jeder Ballaststoff erfüllt die Definition.

Präbiotika sind Substrate, die bestimmte Mikroorganismen des Wirts selektiv nutzen und dadurch einen gesundheitlichen Nutzen vermitteln. Zu den untersuchten präbiotischen Stoffgruppen gehören beispielsweise bestimmte Inulin-Typ-Fruktane und Galaktooligosaccharide. Die bloße Bezeichnung „Ballaststoff“ sagt jedoch noch nicht, ob ein konkreter Rohstoff für eine bestimmte Verwendung die präbiotischen Kriterien erfüllt.

Für deine Rezeptur stellen wir deshalb konkrete Fragen: Welcher Rohstoff soll eingesetzt werden? Welche Menge ist vorgesehen? Wie passt diese Menge zur Darreichungsform und zur Gesamtzusammensetzung?

Das ist besonders dann hilfreich, wenn du ein Kapselprodukt mit einer Pulvermischung vergleichst. Beide Formate bieten unterschiedliche Möglichkeiten, eine geplante Portion umzusetzen.

Wissenschaftlicher Präbiotika-Konsens, 2017

KOMBINATION MIT KONZEPT

Was sind Synbiotika? Die Kombination braucht eine nachvollziehbare Idee.

Bei Synbiotika werden lebende Mikroorganismen mit selektiv genutzten Substraten kombiniert. Der Konsens unterscheidet zwei Konzepte:

  • Komplementäre Synbiotika: Die Komponenten erfüllen jeweils die Anforderungen an Probiotika und Präbiotika und können unabhängig voneinander wirken.
  • Synergistische Synbiotika: Das Substrat wird gezielt auf die gleichzeitig eingesetzten Mikroorganismen abgestimmt. Die Einzelbestandteile müssen dabei nicht jeweils für sich die Definition eines Probiotikums oder Präbiotikums erfüllen.

Für beide Konzepte gehört ein belegter gesundheitlicher Nutzen zur wissenschaftlichen Einordnung. Eine beliebige Mischung aus Kulturen und Ballaststoffen ist deshalb nicht automatisch ein sinnvoll begründetes Synbiotikum.

Für dein Projekt möchten wir wissen, warum du die Bestandteile kombinieren möchtest und welche Dokumentation bereits vorliegt. So entsteht eine Rezeptur mit einem klaren Ausgangspunkt.

Wissenschaftlicher Synbiotika-Konsens, 2020

DEFINIERTE ZUBEREITUNGEN

Was sind Postbiotika? Gezielt inaktiviert ist etwas anderes als zufällig abgestorben.

Postbiotika beruhen auf definierten Zubereitungen aus nicht lebenden Mikroorganismen und/oder ihren Bestandteilen. Auch hier gehört ein gesundheitlicher Nutzen zur wissenschaftlichen Definition.

Kulturen, die während der Lagerung ihre Lebensfähigkeit verlieren, werden dadurch nicht automatisch zu Postbiotika. Ebenso erfüllen isolierte Stoffwechselprodukte allein die ISAPP-Definition nicht. Entscheidend sind die Zubereitung, der Herstellungsprozess und die dazugehörigen Nachweise.

Du interessierst dich für ein Postbiotika-Produkt? Dann betrachten wir den konkreten Rohstoff und die gewünschte Ausführung als eigenes Entwicklungsprojekt. Die Anforderungen werden nicht einfach von einer Rezeptur mit lebenden Kulturen übernommen.

Wissenschaftlicher Postbiotika-Konsens, 2021

EIN KLARES BRIEFING

Deine Produktidee verdient ein klares Konzept.

Vielleicht steht deine Marke bereits. Vielleicht soll eine neue Produktlinie entstehen. Für den Einstieg reichen vier klare Antworten.

  1. Produktziel beschreiben

    Welches Produkt soll dein Sortiment ergänzen?

  2. Inhaltsstoffe festhalten

    Welche Inhaltsstoffe oder Kulturen hast du vorgesehen?

  3. Darreichungsform wählen

    Welche Form soll das Produkt haben – etwa Kapseln oder Pulver?

  4. Zielmarkt definieren

    In welchem Markt möchtest du es verkaufen?

VON DER IDEE ZUR UMSETZUNG

Wir übersetzen dein Briefing in konkrete Entwicklungsschritte.

Rohstoffauswahl, Rezeptur, Herstellbarkeit und die Anforderungen an die Produktausführung werden gemeinsam konkret. Wissenschaftliche Definitionen und Studien ersetzen dabei nicht die Prüfung geplanter Werbe- und Kennzeichnungsaussagen. Für Lebensmittel gelten hierfür eigene rechtliche Anforderungen.

EU-Verordnung zu nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben

Probiotika mit Schneider Solutions entwickeln
FAQ

Häufige Fragen zu den vier Konzepten

Die wichtigsten Unterschiede kompakt beantwortet.

Hast du noch Fragen?

Bitte kontaktiere unser Support-Team unter

help@schneider-solutions.store

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